Lerchenhof Melchnau BE
Der Hof
Der Lerchenhof liegt in Melchnau BE am Lerchenweg 1, in der Region Oberaargau.
Emmentaler-Bauernhaus aus dem Jahre 1813 (Keller datiert von 1608).
Das Haus steht unter kantonalem Heimatschutz, die Bausubstanz wurde in den letzten
200 Jahren kaum verändert, trotzdem sind Küche, Heizung, Elektrisch und
Wasserversorgung auf dem neuesten Stand.
Gemäss Bauakort aus dem Jahre 1812, soll das Haus 79 Schuh lang und 47 Schuh breit
sein und 3 Stuben mit je 4 Fenstern und 2 Nebenfenstern enthalten.
Der Zimmermeister Jakob Gigax von Niederauswyl erstellte dieses Haus gemäss
Bauakort in der vereinbarten Zeit für 255 Kronen (heute ca. CHF 22'000.-). Als
Trinkgeld für die termingerechte und schöne Ausführung bekam er zusätzlich
dazu eine ganze Kleidung.
Das neue Haus wurde auf den bestehenden Fundamenten und Kellern aus dem
16. Jahrhundert errichtet, so dass das Haus auch während der Neuerrichtung
bewohnbar war. Die unübliche Stubenhöhe von 2.4 Metern deutet darauf hin,
dass das neue Haus über das alte gebaut wurde.
Literatur: Die Bauernhäuser des Kantons Bern ,Band 3,
Das tiefere Berner Mittelland. ISBN: 978-3-7272-1240-6
1940 wurde der Wohnteil umgebaut: die Anzahl der Frontfenster von 24 auf 12
reduziert und auch die Nebenfenster grösstenteils entfernt. Zudem wurde die
Küche mit der Feuerstelle angepasst, ein Kamin eingebaut und das ursprüngliche
Strohdach neu mit Eternitplatten belegt. Auch der Stallteil wurde mit Wänden
aus Backstein neu aufgebaut.
2006 erfolgte wiederum ein grössere Änderung: Der ursprüngliche, niedrige
Kuhstall wurde in einen Pferdestall mit entsprechender Höhe umgebaut. Die
traditionellen Schweineställe wurden umgenutzt, die Jauchegruben mit Bauschutt
gefüllt und abgedeckt und die Hocheinfahrt mit einem tragfähigen Boden belegt.
Stall und Heustock
Im grossen Heustock über dem Stall hat es Platz für gut 100 Tonnen Heu, für unsere Pferde brauchen wir aber nur etwa ein viertel der Kapazität.
Garten
Der Gemüsegarten versorgt uns mit frischem und biologisch produziertem
Gemüse.
Von Bohnen bis Zwiebeln wird hier alles angebaut. Die warme Lage erlaubt es
uns auch südliche Früchte wie Peperoncini, etc. anzubauen.
Dazu viele, seltene Kartoffelarten.
Eigenes Quellwasser
Das eigene Quellwasser mit 1000 bis 2000 Litern pro Stunde versorgt uns
immer mit frischem Trinkwasser. Auch bei langer Trockenheit oder in
eisig kalten Wintern.
Die Qualität des Wasser wird periodisch analysiert und entspricht den
gesetzlichen Anforderungen für Trinkwasser.
